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Blickpunkt Äthiopien

21.Januar 2013

In unserem Programm zur Vorbeugung von Folgeschäden von Unterernährung sind wir immer wieder mit der Not der oft alleingelassenen Mütter konfroniert. Besonders herausfordernd ist für unsere Mitarbeiterin Zigereda, die dieses Programm leitet, und uns, zu erleben, daß so mancher Rat und Hilfe nicht wirklich angenommen wird. Das macht uns nur deutlich, was für Fehlinformationen unter den armen Menschen hier Äthiopien kursieren.

"Wo ist meine Mutter und warum kommt sie nicht zurück?" ... Viele Kinder wachsen ohne Vater und Mutter auf. Sie werden bei Verwandten "abgegeben". Die Mütter gehen ins Arabische Ausland, arbeiten und versprechen Geld zu schicken. Die Verwandten leben so auf Kosten dieser jungen Frauen, aber oft sorgen sie nicht gut für das Kind, sondern suchen ihren eigenen Vorteil. Die Kinder verwahrlosen und leiden unter dem Verlust der Mutter.

Auch viele der Mütter, die mit ihren Babys zu uns kommen sehen keinen anderen Ausweg, als ins Arabische Ausland zu gehen. Wir beraten und begleiten sie zu guten Entscheidungen auch zum Wohl ihrer Kinder. Es ist eine Tragik! 1000de Frauen bewerben sich fürs Arabische Ausland. Viele kommen enttäuscht oder gar traumatisiert zurück. Das ist ein schrecklicher Menschenhandel und Sklaverei.

Bitte betet mit dafür daß Lösungen gesucht und gefunden werden, wie diesen Müttern wirklich geholfen werden kann und daß wir selbst erkennen was wir dazu beitragen können. Danke für euer Interesse! Wir freuen uns über Rückmeldungen und Nachfragen.

Mathias & Susanna Lange aus Äthiopien

Weiterhin aktuell: Wir suchen regelmäßig Paten, Sponsoren und Unterstützer.

Kontakt: www.aethiopienhilfe-ev.org

Neu: facebook.com/Athiopienhilfe.eV

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