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Einsatz in Moldawien 2014

12.September 2014

Mit insgesamt 24 Personen waren wir in diesem Jahr während der Sommerferien wieder in Moldawien. Darunter unsere Leiter und etliche Jugendliche, die letztes Jahr schon dabei waren, aber auch einige Neue, z.B. zwei Familien. Wieder waren wir lange unterwegs, hatten z.T. recht herbe Herausforderungen zu bewältigen, trafen bekannte, aber auch viele neue moldawische Kinder und Jugendliche, gestalteten Jugend- und Kindercamps, sahen wunderschöne Landschaften und bittere Armut, stießen an persönliche Grenzen, konnten sie überwinden und merkten bei all dem: Gott ist immer bei uns und liebt Moldawien und seine tollen Menschen! Kurz: Es war wieder mal ein cooler Einsatz, der nach Wiederholung im nächsten Jahr ruft!

Hier klicken für einen etwas ausführlicheren Bericht

Es war gegen 4:30 Uhr. Zwei Kleinbusse, gefüllt mit einem Ehepaar, jeweils 5 männlichen und weiblichen Mitstreitern zwischen 15 und 24 Jahren sowie etlichen Kisten mit Workshop-Utensilien starteten von Hainichen aus gen Süd-Osten. Zwei lange Tage Autofahrt mit Zwischenstopp im JMEM-Zentrum Cluj-Napoca (Rumänien) erwarteten uns. Die andere Hälfte unseres diesjährigen Moldawien-Teams, eine Familie aus Sachsen und eine aus der Schweiz, reiste mit dem Flugzeug an.

Am Dienstagabend befand sich dann das ganze Team in Ceadîr-Lunga und am Tag darauf begann dort auch schon das Jugendcamp mit rund 50 Jugendlichen aus der Umgebung. Gemeinsam mit Mitgliedern der örtlichen Baptistengemeinde, unter anderem dem Jugendleiter und seiner Frau, haben wir bis Samstag Inputs gegeben, uns in Kleingruppen getroffen, Workshops abgehalten, ausgiebig gespielt, und vieles mehr. Da einige von unserer Truppe letztes Jahr schon mit dabei waren (z.T. auch schon zum dritten Mal), haben wir uns gefreut, bekannte Gesichter wiederzusehen, aber auch neue Moldawier kennenzulernen. Am Sonntag gingen wir zum Gottesdienst in die Gemeinde, wo Martin, unser Leiter, predigte.

Nach der Auswertung des Jugendcamps trennte sich unser Team für eine Zeit. 7 Personen blieben in Ceadîr-Lunga für ein Kindercamp mit den Kindern aus dem Ort. Die anderen 17 fuhren nach Vulcănești, um dort ein tägliches Kinderprogramm mit zu gestalten.

Das Ceadîr-Lunga-Team bekam wieder Unterstützung aus der Gemeinde. Es gab jeden Tag ein Anspiel mit einer Zeitreise in biblische Geschichten. Es folgten - teilweise kräftezehrende - Workshops, gemeinsame Spiele, lange Mittagspausen und Essen. Zum Abendprogramm gab es dann u.a. ein fortlaufendes Theaterstück über zwei Mäuse, die mit den Kindern im Camp leben. Ein besonderes Erlebnis war der letzte Abend, den das Team mit den Kindern verbrachte. An Stationen, bei denen sie Gott erleben konnten, wurden viele Herzen berührt und kaum ein Auge blieb trocken.

In Vulcănești strömten jeden Tag um die 80 Kinder in ein Kinderzentrum, um dort dem täglichem Programm beizuwohnen. Offiziell waren die Kinder von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr da, doch sie kamen stets früher und wollten danach nicht gehen. Auch die Kinder aus Vulcănești waren von den Anspielen des Teams begeistert. Mindestens genauso sehr liebten sie den Lobpreis, bei dem die Kinder zu Liedern von der CD laut mitsangen und energisch mittanzten. Auch an die Morgengymnastik, die Spiele und die Workshops gingen die Kinder mit Leidenschaft heran.

Auf der Tagesordnung standen auch Kleingruppen, in denen gebetet und gespielt wurde. Aufgrund der Vielzahl an Kindern und dem Mangel an Übersetzern gestalteten sich die Workshops als besondere Herausforderung. Der Schweizer Familienvater hatte mit einer seiner Töchter dabei einen ganz eigenen Workshop, bei dem sie eine neue Treppe bauten. Vorher hatte das Zentrum nämlich eine Treppe gehabt, die so steil war, dass sie eher einer Leiter glich.

Am 01.08. hat das Team in Vulcănești den Schweizer Bundesfeiertag gefeiert - immerhin bestand ungefähr die Hälfte des Vulcănești-Teams aus Schweizern.

Nach 6 Tagen kam dann das gesamte Team dann wieder zusammen. Wir hatten u.a. einen entspannten Tag an einem See und einen abendlichen Lobpreis auf einem Berg. Wir waren auch zu Besuch bei der Pfingstgemeinde Vulcănești , wo Martin ebenfalls predigen durfte. Ein ganz besonderes, wunderbares Erlebnis war dann die Sache mit dem Schlüssel eines unserer Autos, der im Laufe des Einsatzes verloren gegangen war. Wie sollten wir ohne horrende Extra-Kosten wieder rechtzeitig zurück nach Deutschland kommen? Nach vielem Diskutieren, Überlegen und Telefonieren hatte unsere Leiterin in letzter Minute die zündende Idee: Per Mitfahrgelegenheit gelangte der Ersatzschlüssel von Hainichen ins hessische Wetzlar, wo sich gerade der Regierungschef Gagausiens (der autonome Teil Moldawiens, wo wir waren) zu Gesprächen aufhielt. Dieser erklärte sich bereit, den Schlüssel dann am Folgetag per Flugzeug zurück in seinen Amtssitz nach Moldawien mitzunehmen. Von dort aus gelangte er dann durch einen Mitarbeiter des Kinderzentrums von Vulcănești zu uns. Gerade noch rechtzeitig, damit die Autos am Mittwoch planmäßig zurückfahren und Freitag schließlich wohlbehalten wieder in Hainichen ankommen konnten. Gott sei Dank!!!

Die Schweizer hatten schon etwas eher abreisen müssen, die Familie aus Sachsen machte noch eine Woche Urlaub in der Hauptstadt Chişinău und flog dann zurück in die Heimat. Insgesamt war es wieder eine sehr schöne, intensive Zeit. Im Vergleich zu den Vorjahren waren die Leute offener, uns und auch Gott gegenüber. Moldawien erkannten wir – wieder - als ein wunderschönes Land mit liebenswerten, leidenschaftlichen Menschen. Wir hoffen und beten, dass sie dies immer weiter entdecken können. Und auch, dass wir uns wiedersehen !

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