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leaf it up! - Herbstferien mit und für Gott

28.Oktober 2013

Leaf it up!, unser T4C-Herbstferien-Camp, hatte diesmal ein anderes Format als in den Jahren zuvor. Es war bewusst nicht Input-orientiert. Stattdessen ging es schwerpunktmäßig darum, Gottes Liebe in Hainichen und Umgebung durch konkrete Aktionen erfahrbar und bekannt zu machen, sprich: um Glaubens-Output. Dies ohne ein bereits im Voraus stramm durchgeplantes Programm, sondern mit sehr verschiedenen, z.T. spontan entwickelten Angeboten zum Aktivwerden. Und nicht als ganze Woche einschl. Übernachtung vor Ort, sondern als Tagesprogramm, jeweils beginnend mit Frühstücksbuffet in unserem tollen neuen Jugendraum (Weitergereiste hatten die Möglichkeit, Privatquartiere in Hainichen zur Übernachtung zu nutzen). Bei all dem blieb noch erstaunlich viel Zeit für lockere Gemeinschaft, Sport und Spiel, Lobpreis, kurze biblische Impulse, Fun, gemeinsame Mahlzeiten und gute persönliche Gespräche. Das alles bei allerfeinster Herbstsonne. Und am letzten Tag, im Rahmen des regulären T4C-Treffens am Freitag, mit einem schicken Abendessen und einer intensiven Gebets-Halbnacht, bei der verschiedene Stationen halfen, mit Gott auf persönliche Weise ins Gespräch zu kommen.

Alles in allem ein Experiment, das, so unser Eindruck, gelungen ist. Fotos, Kurz-Statements sowie der etwas ausführlichere, persönliche Bericht einer jungen leaf it up! – Teilnehmerin (siehe unten) dürften für sich sprechen. Allen Teilnehmern und Helfern sowie – vor allem – Gott sei Dank!

PS - weil immer wieder nachgefragt wurde: Die Idee, das Ganze „leaf it up“ zu nennen, stammte von einem unserer jungen T4C-Mitarbeiter. Ein dreifaches Wortspiel - mit Bezug zum Herbst (leaf = Blatt); als Ermutigung, die eigene Träume und Gaben mit Gottes Hilfe auszuleben - nicht nur, aber gerade auch in dieser Woche (live it up!) und schließlich auch als Ausdruck unserer Bereitschaft, während der fünf Tage Gottes Führung und den Wünschen/Ideen der Teilnehmer viel zuzutrauen. Eben: leave it up!

Eine Teilnehmerin berichtet: „Die Zeit war viel zu schnell rum!”

Am „Leaf it up“ teilzunehmen, war für mich eine Spontanentscheidung. Ich hatte noch nichts vor in der ersten Ferienwoche und meldete mich ohne große Erwartungen an. Ich könnte Tage damit verbringen, nur aufzuschreiben, wie ich das „Leaf it up“ erlebt habe:

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Von dem gemütlichen Tagesbeginn um 9 Uhr, über den Filmabend, bis zum Input, nach dem ich erfahren durfte, welche Stärken und Eigenschaften die anderen Teilnehmer und Gott in mir sehen – und so weiter. Aber ich werde mich auf ein paar Höhepunkte beschränken müssen. Mittwoch meldete ich mich, um mit zu einem Asylbewerberheim nach Mobendorf zu fahren. Ein Team von JMEM Hainichen macht seit sieben Jahren alle 2 Wochen mit den dort lebenden Kindern Programm, im Sinne von einer kurzen Geschichte, Lobpreis und anschließend Spiel & Sport. Zwei weitere Teilnehmerinnen vom „Leaf it up“, ein festes Teammitglied und ich boten dieses Mal Kinderschminken an. Im anschließenden Austausch stellten wir fest, dass es für uns eine wunderbare Erfahrung gewesen ist, den Kindern, obwohl wir aufgrund unterschiedlicher Sprachen mit vielen nur mit Handzeichen kommunizieren konnten, eine Freude zu machen, und sei es nur, ihnen ein Herz auf die Wange zu malen. Sie hatten ein Leuchten in den Augen und waren so fröhlich und freundlich.

Die Zeit war viel zu schnell 'rum. Ein weiteres Highlight war für mich Donnerstagvormittag. Während ein Teil von uns Teilnehmern ein Geländespiel für Nachmittag vorbereitete, halfen 3 weitere und ich, das Laub auf dem JMEM-Gelände zusammen zu harken, in große Plastiksäcke zu stopfen und auf den Kompost zu verfrachten. Ich weiß nicht, ob mir Arbeit jemals schon mal so viel Spaß gemacht hat. Die Kindergartenkinder waren zu der Zeit gerade draußen spielen, so hatten wir zahlreiche tüchtige Helfer. Ich kann nicht beschreiben, weshalb uns 4en das Laub-Harken so viel Spaß machte. Vielleicht war es das Knistern des Laubes, oder das Lachen der Kinder, wenn sie sich und uns mit Laub bewarfen; vielleicht war es, dass man sich mit dem Laubgebläse in der Hand und den Kopfhörern auf den Ohren abgeschottet, wie der König der Welt vorkam; vielleicht war es aber auch nur, dass wir nach 1 ½ Stunden feststellen konnten, wir hatten etwas geschafft. Ich weiß es nicht. Es war auf jeden Fall ein Highlight für mich.

Das dritte Highlight, das ich hier aufführen möchte, war Donnerstagabend. Wir saßen in einer gemütlichen Runde zusammen und spielten zuerst „Nachts in Palermo“ und anschließend „Walter“ - ein witziges Spiel, bei dem man die Mitspieler besser kennen lernt und einschätzen muss. Es war eine angenehme Atmosphäre, wir lachten viel und waren so manches Mal erstaunt über die Eigenschaften und Ansichten von uns Mitspielern.

Ich ging ohne Erwartungen an das „Leaf it up“ hinein und kam völlig erfüllt hinaus. Bei der Gebetsnacht am Freitagabend spielte ich im Lobpreis auf meiner Violine mit, und konnte mich nochmal fallen lassen in Gottes Arme und einfach nur genießen. Ich weiß, ich habe Hainichen etwas Gutes getan, sei es durch Gebet oder durch praktische Aktionen. Und egal, mit wie hohen Erwartungen ich hingekommen wäre – sie wären allemal gesprengt worden.

Elisabeth (14 Jahre)

 

Einige Teilnehmer-Statements:

„Ich fand’s eine total coole Gemeinschaft. Es war immer einer da, um etwas zusammen zu machen“.

„Unsere kleinen Einsätze sind für die Leute in Hainichen, denen wir praktisch geholfen haben, eine große Ermutigung gewesen.“

„Ich konnte mir erst nicht vorstellen, bei der Aufräumaktion am Bahnhof mit anzupacken. Aber dann, drei Minuten bevor es losging, hatte ich plötzlich Lust und Kraft – und es hat echt Spaß gemacht.“

„Unser Gebetsspaziergang in Hainichen war für mich zu intensiv, um es gerade in Worte zu fassen.“

„Ich fand es toll, dass wir Zeichen der Hoffnung in die Stadt geben konnten“.

„Beim Arbeiten draußen hat mir ein älterer Passant ziemlich spontan seine echt harte Lebensgeschichte erzählt. Auch zu anderen Gelegenheiten kamen wir mit Leuten über unseren Glauben ins Gespräch – das hat mich bewegt und ermutigt“.

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