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Gut Reden beim FMT am 3.Oktober

11.Oktober 2013

Einen unterhaltsamen und sinnvollen Tag für die ganze Familie zu planen, ist nicht immer einfach. Aber die fast 50 Familien, die am 3. Oktober zum Familien-Mutmachtag ins JMEM-Zentrum kamen, hatten nicht nur einen schönen Tag, sondern konnten auch noch mit neuen Ideen für den Familienalltag und gestärkten Beziehungen nach Hause gehen.
Der kalte Tag schreckte die Besucher nicht davon ab,  das vielfältige Programm, das von der Bühne und auf dem Gelände geboten wurde, mit zu machen. Sogar Hainrich, das Maskottchen der Stadt Hainichen war gekommen. In warme Jacken und Decken gemummelt verfolgten Erwachsene und Kinder das kleine Schauspiel, das Phil und Esther Nelson sich für diesen Tag ausgedacht hatten. Es ging um einen Vater, der durch die technischen Probleme mit seinem Handy und einem Anruf bei der Hotline eine unerwartete Lektion lernt, nämlich wie wichtig offenes und regelmäßiges Reden in der Familie ist. Manchmal braucht es nur kleine Veränderungen, um den Frust in der Familie in eine positive Atmosphäre zu verwandeln. Oft ist der Schlüssel dazu ob und wie wir miteinander reden. Am Ende war nicht nur der Sohnemann glücklicher, sondern auch der Vater. Dieser Gedanke wurde auch von der Projektband „Steffi und die Schmalzlocken” in ihren eigens geschriebenen Texten „Ein dickes Lob” und „Schandmaul” in humorvolle Worte gefasst und mit Rock 'n Roll-Rythmen in Ohrwürmer verwandelt. Dafür gab es vom Publikum viel Applaus und die Laune an diesem Morgen stieg viel schneller als die Außentemperatur.

Ein Familien-Mutmachtag wäre kein solcher, wenn die Familien nicht auch selbst aktiv werden müßten. Die erste Aufgabe bestand darin, sich als Familie zu überlegen, wie man zu Hause kommuniziert, was man besser manchen könnte und welche Praxis-Tipps man anderen Familien geben könnte.

Wie immer gab es auch etwas zum selber machen und mit nach Hause nehmen. Das Team hatte sich dieses Mal ein Kommunikations-Brett ausgedacht, das nicht nur zur Dekoration augehängt, sondern der Familie im Alltag spielerisch helfen kann, mehr und besser miteinander zu reden.

Der deutlich sonnigere Nachmittag war für die verschiedensten Erlebnisstationen reserviert, an denen die Familien sich betätigen konnten. Außerdem wurden mehrere Workshops angeboten, die auch gerne besucht wurden. So bot u.a. Dirk Beyer von der Diakoniestation Rochlitz einen Workshop über Finanzen an und Melanie Gebhard aus Chemnitz eine Einheit über den Umgang mit Wut in der Familie.

Das große Finale fand schließlich auf dem Gelände der Familie Lermer gegenüber statt, die auch bei diesem FMT wieder eine Western-Ranch mit Pferde-Reiten gestaltet hatten.

Das Organisations-Team um Klaus und Anja Schnake war sehr zufrieden mit dem Tag. Nicht nur, dass das Wetter kein Problem gewesen war, sondern auch über das wachsende Interesse an diesem Angebot und der Beteiligung einiger Helfer von außerhalb des JMEM-Zentrums ist man sehr glücklich.

Der Familien-Mutmachtag in Hainichen dient gleichzeitig auch immer dazu, neue Ideen und Elemente zu entwickeln, die von anderen aufgegriffen und verwendet werden können, die selbst einen FMT durchführen möchten. Das Hainichener Produkt „Familien-Mutmachtag” wird immer mehr zum Exportschlager, denn viele Kindergärten, Gemeinden und andere Einrichtungen sind an diesem erlebnispädagogischen Konzept interessiert. Zur Zeit arbeitet der eigens gegründetet Verein „Familien-Mutmachtag e.V.” an einem Handbuch, in dem das Konzept und praktische Tipps vorgestellt werden. Das Buch soll im kommenden Jahr erhältlich sein.

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