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Aktuell von Langes in Äthiopien

19.November 2012
Was unsere Mitarbeiter im Partnerprojekt in Addis Abeba erleben

Nachdem wir mehrere Monate keinen Fahrdienst anbieten konnten, haben wir seit Anfang November einen Vertrag mit einem Taxi-Unternehmen, das jetzt einige der behinderten Kinder täglich abholt und wieder nach Hause bringt. Der Minibus-Fahrer ist nett und kooperativ. Die Eltern sind dankbar und die Kinder freuen sich. Wir sind froh, daß dies nach einigen Anlaufschwierigkeiten jetzt gut geht und nur geringe Mehrkosten bedeutet. Andererseits haben wir jetzt keinen Kraftfahrer mehr angestellt.

Die Programme im HOME-Blocket-Projekt laufen gut. Das ist ein Grund zur Dankbarkeit. 

Unserer Mitarbeiterin Aminat hat im Juli ihr erstes Kind Elshadai bekommen. Seit wenigen Tagen kommt sie nun wieder arbeiten und bringt ihr Kind mit, um es in ihrer Nähe zu haben und für es zu sorgen. Wir unterstützen das und merken bei den anderen äthiopischen Mitarbeitern Verständnis und Unterstützung für sie.

Die positive Atmosphäre im Mitarbeiter-Team zeigte sich vor wenigen Tagen auch, als eine andere Mitarbeiterin, Gedishe, im 7. Schwangerschafts-Monat ihr Kind tot zur Welt bringen mußte. Wir sind im Gebet für sie, ihren Mann und ihre 6-jährige Tochter eingetreten und trauern mit ihnen. Unsere Mitarbeiter haben spontan für sie gesammelt und am Tag nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ein Lebensmittel-Paket zu ihnen gebracht.

Hausbesuche

Hier irgendwo muß die Hütte gestanden haben ... hier wohnte die Familie ... aber wo sind sie jetzt? Wegen dem Straßenbau werden viele Hütten und Häuser einfach radikal abgeschnitten. Es herrschen unvorstellbare Zustände. Manche müssen hoch auf den Berg ziehen oder bauen sich notdürftig ein neues Dach über den Kopf. doch wenn wir sie dann gefunden haben, wenn Ashenafi und ich zum Hausbesuch kommen, werden wir herzlich begrüßt. Bitte kommen sie herein, bitte setzen sie sich. Oft muß ich mich orientieren, weil es drinnen so dunkel ist, bevor ich vorsichtig Platz nehme. Das Zimmer ist etwa 2 x 2 Meter klein, unebene schiefe Lehmwände, Lehmboden, ... wo schlafen denn die Kinder? frage ich. Hier auf dem Lehmboden, mehr Platz ist hier nicht. Es ist kaum mit Worten zu beschreiben.  - Bei unseren Hausbesuchen wird uns immer wieder sehr deutlich bewußt, in was für armen Verhältnissen die meisten leben, denen wir helfen und wie wertvoll diese Hilfe ist. Danke an jeden, der da mit hilft durch seine Spende!

Kein Wasser und Stromabschaltungen

Jetzt nach der Regenzeit merken wir immer wieder, daß Wasser kostbar ist. Fast täglich kommt für einige Stunden kein fließend Wasser aus der Leitung. Das heißt für uns immer wieder Vorrat in Fässern, Eimern und Flaschen anlegen. Andererseits haben wir einen großen Tank (dank Helmut Hausig, der ihn in der Anfangszeit damals diesen baute), doch dazu ist entsprechender Wasserdruck notwendig, um ihn zu befüllen.

Auch kommt es immer wieder zu unvorbereiteten Stromabschaltungen für einige Stunden. Das ist besonders dann für uns schwierig, wenn unsere Buchhalterin an zwei Vormittagen in der Woche da ist. Da unser Generator defekt ist und nicht so einfach zu reparieren, war für uns der Wunsch nach Ersatz. Vor acht Tagen bekamen wir überraschend einen Telefon-Anruf mit der Frage, ob wir einen Generator brauchen. Einen Tag später konnten wir ihn uns in Awassa abholen (da wir 'zufällig' in der Nähe waren). Unser Dank gilt Dietmar Köthnig und dem Herrn der dies initiiert hat!

Erneuerung der Registrierung unserer Organisation

Aller drei Jahre hat dies zu erfolgen. Das bedeutet verschiedenste Unterlagen zu erstellen und zu sammeln (Tätigkeitsbericht, Jahresplan, Projektproposal, etc.) und an die entsprechende Behörde zu bringen. Jedes Mal gibt es wieder Änderungen oder Neuerungen. Das geradlinige Denken ist hier nicht besonders ausgeprägt, das ist für uns Deutsche immer wieder herausfordernd. Jetzt sind alle Unterlagen abgegeben und wir hoffen diese Woche das neue Dokument der Registrierung abholen zu können. Wir merken, daß es wichtig ist, immer wieder um Gunst bei den Behörden zu beten.

Gospel-Festival mit CfaN-Team

In der vergangenen Woche hat hier in Addis Abeba eine Großveranstaltung mit Reinhard Bonnke stattgefunden. An einem Abend haben wir einige unserer Mitarbeiter, die noch nicht so im lebendigen Glauben stehen, dorthin mitgenommen. Wir beten nun daß die Saat in ihnen Frucht bringt.

Gebetsanliegen:

  • Dank für den Generator.
  • Dank für finanzielle Versorgung, sowohl für das Projekt, als auch persönlich.
  • Gebet für Gedishe und ihre Familie.
  • Gebet für Gottes Wirken an den Kindern, Müttern und Familien, daß sie Gottes Liebe und Realität erfahren.
  • Gebet für Bewahrung auf den Straßen (der Verkehr ist einfach chaotisch) und für unsere Gesundheit.

Weiterhin aktuell: Wir suchen neue regelmäßige Paten, Sponsoren und Unterstützer.

Web-seite jetzt auch mit englischem Teil: www.aethiopienhilfe-ev.org/en bitte weiterempfehlen! 

Neu:  http://www.facebook.com/Athiopienhilfe.eV

Herzlich grüßen Susi und Mathias Lange

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